Mitarbeitende vergessen Arbeitsgeräte im Home Office – und die IT muss es ausbaden. Spontane Verleihanfragen stören den Support, binden Ressourcen und verursachen unnötige Kosten.
Es gibt verschiedene Theorien, warum wir Dinge vergessen. Selektive Wahrnehmung spielt eine grosse Rolle: Alltagshandlungen bleiben oft nicht im Gedächtnis. Hinzu kommt der Stressfaktor, der die Vergesslichkeit zusätzlich verstärkt. Das Resultat? Mitarbeitende tauchen im Büro auf und stellen fest, dass sie ihr Arbeitsgerät – sei es ein Ladekabel, ein Headset oder eine Maus – im Home Office vergessen haben.
Was nun? Ein Kollege kann oft nicht aushelfen, da er sein eigenes Equipment benötigt. Also führt der Weg zum IT-Service-Desk mit der Bitte um ein Verleihgerät. Was für den Mitarbeitenden eine schnelle Lösung ist, bedeutet für den IT-Support zusätzlichen Aufwand.
Vergessen ist menschlich – aber teuer für die IT
Basierend auf Erfahrungswerten dauert jeder Verleihvorgang rund 10 Minuten:
- Annahme der Anfrage
- Gang ins Lager
- Quittierung der Ausgabe
- Rückkehr zum eigentlichen IT-Support-Thema
Diese Zeit wird in den meisten Fällen nicht einkalkuliert – ebenso wenig wie der Zeitverlust durch den erzwungenen Themenwechsel für den IT-Mitarbeitenden.
Aber damit nicht genug: Nicht alle Mitarbeitenden denken daran, das ausgeliehene IT-Asset am Ende des Tages zurückzubringen. Dann beginnt für die IT der nächste Mehraufwand: Nachtelefonieren, Reminder senden, Eskalationen an Vorgesetzte oder sogar Verrechnungen an Abteilungen.
Da viele Unternehmen aufgrund der geringen Einzelkosten auf diese Prozesse verzichten, summieren sich die Verluste über die Zeit zu beträchtlichen Beträgen.