IT-Budgets in Europa steigen weiter, das zeigen aktuelle Prognosen klar. Doch die Art und Weise, wie dieses Geld eingesetzt wird, verändert sich grundlegend: mehr Technologie und Services, aber kaum zusätzliches Personal. Für CIOs bedeutet das mehr Verantwortung, mehr Komplexität und mehr Erwartungsdruck – ohne ein proportional wachsendes Team.
Laut dem aktuellen Gartner IT-Spending Forecast 2026 werden die gesamten IT-Ausgaben in Europa auf rund 1,4 Billionen USD steigen ein Wachstum von etwa 11 % gegenüber 2025. Getrieben wird dieses Wachstum vor allem durch:
Diese Ausgabesteigerung zeigt deutlich: Unternehmen sehen technologische Investitionen als Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit. Gleichzeitig wächst der Erwartungsdruck an CIOs, diese Investitionen messbar in Business-Outcome zu verwandeln.
Trotz steigender Ausgaben zeigt sich ein klarer Widerspruch: IT-Teams in Europa wachsen kaum, obwohl die IT-Budgets steigen. Gartner prognostiziert, dass das Personalwachstum im IT-Bereich nur minimal ausfallen wird, selbst wenn die Gesamtausgaben deutlich steigen.
Warum ist das so?
1) Schwerpunkt auf Technologie und Services statt Personal: Ein großer Teil der höheren Ausgaben fließt in Software, Cloud-Services, Plattformen und externe IT-Dienstleistungen, nicht in zusätzliche interne Mitarbeiter. Das bedeutet, viele Tätigkeiten werden über Managed Services, Consultants und externe Spezialisten abgewickelt.
2) Fachkräftemangel bremst HR-Zuwachs: Europäische IT-Organisationen sehen sich weiterhin mit einem angespannten Arbeitsmarkt konfrontiert, speziell bei Skills wie KI-Engineering, Datenarchitektur oder Cybersecurity: Rollen, die aktuell besonders gefragt und folglich rar sind.
3) Automatisierung verschiebt Rollenbilder: Viele wiederkehrende Aufgaben werden durch Automatisierungs- und KI-Funktionalitäten unterstützt. Dadurch verringert sich zwar der Bedarf an rein operativen Rollen. der Bedarf an strategischen, überwachenden und steuernden Funktionen steigt jedoch.